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Im Regen

Ich stehe im Regen. Alles um mich herum ist nass und kalt. Ich sehe hinauf in den grauen Himmel. Ein Spiegel. Ich finde Trost darin, dass der Regen meine Tränen weint. Und da erblicke ich es. Ein Wesen von so großer Schönheit und ich weiß sie ist unberührbar. Ich sehe sie in meiner Nähe auch im Regen stehen. Doch der Regen weint nicht für sie. Er weint um sie. Ein Schritt und ich wäre bei ihr und doch ist er mir verwehrt. Ich sehe wie sie innerlich zerstört wird und doch kann ich nichts für sie tun. Nun steigen sie doch hoch die Tränen. So oft versuchte ich schon um mich zu weinen und nun sehe ich dieses Wesen hier im Regen neben mir stehen und kann nichts für es tun. Und ich weine. Ich weine mit ihr. Ich weine um sie. Und nun gibt der Regen keine Linderung mehr. Er verstärkt meine Trauer nur. Warum? Warum verbrachte ich soviel Zeit damit um mich weinen zu wollen und erblicke nun dieses Wesen, welches mein Leben umkrempelt und ich kann nichts für es tun?! Warum? Warum bin ich so schwach? Warum lebe ich überhaupt noch? Diese Elementare Frage habe ich mir schon zu häufig gestellt… Ich zerfließe in Selbstmitleid. Jahre…JAHRE verbrauchte ich im Selbstmitleid und nun bekomme ich die Gelegenheit wenigstens jemanden aus der Schlucht zu retten und versage. Warum bin ich so schwach? Habe ich es verdient zu Leben? Wenn ich mir diese Frage beantworten würde, würde sie nein heißen. Aber selbst diese jämmerliche Existenz zu beenden bin ich zu schwach. Ich mache mir Hoffnung damit, dass mich jemand brauchen könnte. Aber wer? Wer soll mich brauchen ausser diesem Wesen hier im Regen neben mir, bei dem ich versage zu helfen?

26.9.07 21:34


Zukunftsdenken

Endlich wieder ein Lächeln aus der Seele. Es war lange her, dass er so gelächelt hat und doch würde ein normaler Mensch die Umstände für unmöglich halten. Es ist dunkel; es ist kalt und doch befindet er sich im Wald zusammen mit einer engen Freundin.

Es war ihre Idee gewesen in dieser Vollmondnacht in den Wald zu gehen und er hatte es zunächst für nichts besonderes gehalten. Doch nun war er froh mitgekommen zu sein – froh auf seine Freundin gehört zu haben. Sie hatte ihn mal wieder überrascht, wie schon so häufig. Das war es, was seine Begegnungen mit ihr zu etwas besonderem machten. Das war es, weshalb er sie liebte. Er hatte das Gefühl sie schon ewig zu kennen und doch waren es erst vier Monate.

Und nun lief er neben ihr her im Schlossgarten, dem einzigen Ort in diesem Teil der Stadt an dem man klare Gedanken fassen konnte; an dem man ein Stückchen Natur sah. Er roch die Bäume, er hörte zaghafte Bewegungen im nahen Wald und er sah den vollen Mond teilweise verhangen über den Baumspitzen. Er war überwältigt. Die traurigen Gedanken der letzten Tage konnte er nun endlich abstreifen. Er horchte in sich. Was hörte er?

Ja er hatte einen Entschluss gefasst und er war sich seiner Sache nun endlich sicher.

25.9.07 23:55





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